Weinerei Nürnberg


Deutschlands erstes Kulturwohnzimmer der Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur in Europa e.V.

Aktuelle Ausstellung: Zwischenwelten

Vernissage am Donnerstag, 5. Januar 2012 um 20:00 Uhr

Ausstellung von Steffen Weber

Zweiteilung. Zerrissenheit. Einheit und Verbundenheit.
Verstellung, Vorstellung oder Realität.
Wanderung zwischen den Welten und den verschiedenen Zugehörigkeiten.
Gleichermaßen animalisch und  menschlich daherkommende imaginäre Visionen.

Mystische Hybridwesen in vermenschlicht  tierischer Zwitterhaftigkeit  mit menschenhaften Charakterzügen, ausgestattet mit scheinbar unverzichtbaren Attributen und Accecoires.

Mit seinen Übermalungen schafft der Künstler einen gelungenen Spagat zwischen Fotografie und Malerei.
Aus dem Schaffensprozess heraus lässt er seine Werke die Richtung vorgeben und unterwirft sich dem Diktat des noch im Werden verborgenen Motivs.
Er ist sozusagen Handlanger seiner Bilder während deren Entwicklung und Entstehung.

Unnachsichtig verstoßen Figuren und Bildwelten gegen Vorgaben und Normen, erzwingen eine eigene Präsenz. Beinahe unbeabsichtigt absichtlich forciert der Künstler mit seinen Übermalungen das Aufbrechen konventioneller Vorstellungen und Sichtweisen. Dabei bedient er sich dem Auge des Betrachters bewusst als Mittel zur Stilfindung  und Definition. Diesem überlässt er Interpretation und Deutung des Gesehenen und des zu Sehen Scheinenden ohne Hinweis und Einflussnahme.

ZWISCHENWELTEN Spielerisch mystisch. Das Wandeln durch die Träume. Die Zwittrigkeit des Menschlichen und Animalischen.

Sarkastisch?
Ironisch?
Provokativ?
Unschuldig?

Die Vernissage findet am Donnerstag, den 05.01. 2012 um 20 Uhr statt. Die Ausstellung wird in der Weinerei bis zum 28.01.2012 zu sehen sein.

Kontakt:   www.webersteffen.com

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Weitere Termine

[in]anace & Hans Knall

Am Freitag, 6. Januar 2012 um 21:00 Uhr

Ein DJ-Battle Abend. Hans Knall und [in]anace rotieren zwischen Bar und DJ-Pult. Musikalisch gibt’s elektroakustisches aus dem Netz und aus anderen Welten, exakt abgestimmt auf das gemütlichste Großraumwohnzimmer in Nürnberg.
Nach dem Silvestergigs in Tokio, New York und Paris ist auch Hans Knall wieder zurück und kuratiert für Euch die neuesten und besten Filethappen der populären Musik. [in]anace dagegen buddelt sich gewohnt souverän durch die Weiten des Netzes und verwebt Ambient/Electronica/Dub mit den unterschiedlichsten Varianten von Deep’n’dub techno und (Micro)-house.

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Lesung von Christian Grohganz

Am Dienstag, 10. Januar 2012 um 20:00 Uhr

Der Hörspiel- und Buchautor Christian Grohganz stellt seinen Debüt-Roman ‘Goddes Curs’ vor und liest ausgewählte Geschichten, aus seiner vor kurzem veröffentlichten Kurzgeschichten-Sammlung ‘Von dunklen Seelen’. Hochspannung ist garantiert, wenn Christian Grohganz mit seinen Thriller-Geschichten seine Zuhörer in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele mitnimmt …

Der hauptberufliche Jurist und Journalist wohnt und arbeitet in Nürnberg, ist als Autor für das Radio tätig, sammelte erste Bühnen-Erfahrung bei Poetry Slams und ist heute bundesweit auf Lesereise unterwegs.

Goddes Curs
Als zwei junge Paare ein dörfliches Landhaus besichtigen, ahnen sie noch nicht, was für unheimliche Geschichten sich hinter den alten Mauern abgespielt haben: Im Jahre 1923 wird der kleine Adam in einen tragischen Vorfall hineingezogen, der sein ganzes Leben verändern soll. 1960 wird ein kleines Mädchen Teil eines grauenvollen Rituals. 2000 erforscht der junge Noah unfreiwillig das Schicksal seiner Familie und bemerkt nicht, wie sich die Schlinge um seinen Hals immer weiter zuzieht …
Sie alle geraten in den Bann von etwas Uraltem, vielleicht älter als die Menschheit selbst …

Von dunklen Seelen
Eine Gruppe Jugendlicher zeltet in den Bergen des Polnisch-Slowakischen Grenzgebietes – und bekommt Besuch von einem geheimnisvollen Fremden.
Der Hass in Form einer fanatischen Radiostimme hat sich über die Stadt gelegt und greift nach zwei Obdachlosen. Plötzlich bedeutet Überleben, nicht mehr nur gegen die Kälte anzukämpfen.
Für die junge Frau ist es die Traumwohnung – ein scheinbarer Glücksgriff – doch manche Vormieter lassen mehr von sich zurück als einem lieb ist.
Zwei frisch Verheiratete sind in ihren Flitterwochen unterwegs. Alles könnte so schön sein – würde der Mann nicht eine alte Legende ignorieren und eine Anhalterin am Straßenrand aufsammeln.
Sie wollten Ausgehen und Spaß haben, doch auf dem Nachhauseweg begegnen zwei junge Frauen einem Nigerianer – und haben Angst vorm schwarzen Mann.

Einlass 20:00 Uhr, Beginn um 20:30 Uhr

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Hin und weg

Am 2. Februar 2012 um 20:00 Uhr

Kunst im öffentlichen Raum von Christian Weber

Der urbane Raum ist schon etwas Seltsames. Wir leben in einem, er ist Alltag. Er wird von vielen Menschen geteilt und gehört doch niemandem. Eine aufgelegte Ordnung, eine Art von Kompromiss liegt über dem öffentlichen Raum. Man arrangiert sich mit ihm, so wie er ist und man stört sich nicht weiter an ihm. Der Eingriff in den Raum bedingt üblicherweise Ab- und Zustimmung. Denn die Ordnung soll ja erhalten bleiben.

Hier kommt Christian Weber ins Spiel. Er kommt aus der Malerei, widmet sich aber auch der Streetart, der Kunst im öffentlichen Raum und insbesondere der Spielart des Urban Hackings. Er greift durch kleine, gezielte und möglichst kreative Arbeiten in den urbanen Raum ein und verändert ihn punktuell. Es geht ihm nur zum kleinen Teil um figurative Arbeiten (ein weites Feld der Streetart), vielmehr möchte Christian Weber in den Alltag der Leute eingreifen, sie in Entscheidungssituationen zwingen, kurz zögern und rätseln lassen, Verwirrung stiften.

Ihm gelingt das durch Modifikationen von Bekanntem. Dinge, die oftmals für sich alleine unauffällig sind und oftmals unbemerkt bleiben. Aber für jemanden, der sich gemeinsam mit der Modifikation in derselben Situation befindet, bekommt sie eine Bedeutung, und eine sehr unerwartete dazu. Diese Momente fordert er heraus.

Die Werke werden in den öffentlichen Raum eingebracht und dort sich selbst überlassen. Sie existieren manchmal nur kurze Zeit, wenige Tage, manchmal bleiben sie aber auch über einen sehr langen Zeitraum bestehen, offenbar unbemerkt von den Menschen und ihrem Alltag.

Die Weinerei zeigt im Februar eine Sammlung von Fotoabzügen dieser Werke, die u.a. in Nürnberg, Stuttgart, Hamburg, Lüneburg und Berlin entstanden bzw. in die freie Wildbahn gesetzt wurden.

Die Vernissage findet am Donnerstag, den 02.02.2012 um 20 Uhr mit Musik von ELEKTROWAL (DJ-klang-projekt) statt.

Die Ausstellung wird in der Weinerei bis zum 25.02.2012 zu sehen sein.

Mehr Informationen unter eyeshots.net

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