Weinerei Nürnberg


Deutschlands erstes Kulturwohnzimmer der Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur in Europa e.V.

Aktuelle Ausstellung: Vernissage – Hannah Gebauer »most of conjecture – most der mutmaßung«

Vernissage am Donnerstag, 2. Juni 2016 um 20:00 Uhr

 

 

Hannah Gebauer: »most of conjecture – most der mutmaßung«

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Wo greift man in das Unfertige ein? Wie entstehen Strukturen? In der tschechischen Stadt Most findet Hannah Gebauer (*1992) ein Abbild der eigentümlichen Unfassbarkeit des Ostens: das Urbane als Raum für Träume und Sehnsüchte, mit der eingeschriebenen Aufforderung zur Veränderung, zum Weitermachen. Das ist der Ansatzpunkt für most of conjecture – most der mutmaßung.

Nach mehreren Semestern in der Bildhauerklasse von Prof. Michael Stevenson studiert Hannah Gebauer mittlerweile Fotografie bei Prof. Jürgen Teller an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg.
In most of conjecture – most der mutmaßung erhält Hannah Gebauers konzeptuelle Auseinandersetzung mit Stimmungen und Zeit ein Gegengewicht durch die analoge Fotografie. Feinsinnig spürt sie der Ästhetik des Ostens nach: dem Kitsch, den Potenzialen, Simulation und Mythos. Erweitert wird ihre Auseinandersetzung mit Most durch eine Installation. So erschafft das Zusammenspiel von Fotos, Filmen und Modellen einen Raum, der Platz lässt für Geheimnis und Entdeckungen.

most of conjecture – most der mutmaßung setzt an, wo Faunenschnitt, ein gemeinsames Buchprojekt mit Joshua Groß, endet: mit dem Aufbruch in Richtung Osten, als Entdeckungsreise, um rätselhafte Unwirklichkeiten zu entlarven. most of conjecture – most der mutmaßung wirft aber auch die Frage auf, welche Bedeutung die Fotografie für unser Zurechtfinden im Zeitkontinuum hat. Beziehungsweise: Was ist Most wirklich? Oder: Wer hat Angst vor dem Alchimisten Edward Kelley?

Hannah Gebauer nutzt die Reibungsenergie von Fakten, Erkenntnissen und Spekulation, um die Stadt Most mit ihrem Trugbild zu konfrontieren, um sich dem Unfassbaren anzunähern, und schließlich, um die Unterschiede des Lichts zu beschwören, jenseits der Mutmaßung.

Am 10. Juni spielt der Singer-Songwriter Jefferson Hope und Joshua Groß liest aus »Faunenschnitt« (starfruit publications, 2016).
Eine Ausstellung in der Weinerei mit freundlicher Unterstützung des Instituts für moderne Kunst Nürnberg.

 

 

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Weitere Termine

Lesung „Short-Cuts – kurz und schmerzhaft“

Am Donnerstag, 9. Juni 2016 um 20:00 Uhr

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Es ist wieder so weit, die Nürnberger Autoren Heike Duken, Uwe Wartha und Dominik Steiner lesen Texte, die unter die Haut gehen. Denn eine gute Kurzgeschichte ist wie ein Schlag mit dem Hammer auf den Kopf, meint Heike Duken, im richtigen Leben Psychotherapeutin und derzeit wie wild schreibende Stipendiatin des Deutschen Literaturfonds. Ihr bitterböses Sachbuch „Burnout für alle“ ist 2015 erschienen. Uwe Wartha, ausgezeichneter Lyriker, kann auch Prosa und taucht mit seinen Texten ins Politische, Queere und Fantastische ein (oder auch mal in die Fluten des baltischen Meeres…). Was Dominik Steiner schreibt, klingt immer wieder ganz schön realistisch. Er bewegt sich lakonisch im Graubereich zwischen Tagtraum und Tagebuch. Seine Bücher sind bei Ubooks und im Unsichtbar Verlag erschienen.
Zur Erholung gibt es zwischen den Texten elektronische Beats von Niqawa DJ.

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Vernissage – Nicola Vogel „Grenzenlos“

Am 7. Juli 2016 um 20:00 Uhr

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„Grenzenlos“ –
Nicola Vogel zeigt abstrakte Malerei als Spielwiese für uneingeschränkte Fantasie

Ausstellung in der Weinerei vom 07. Juli – 30. Juli 2016

Die klassischen Fragen, die sich dem Betrachter vor abstrakter Kunst stellen: „Was ist das?“ „Was hat der Künstler gemeint“? sollen bei dieser Ausstellung in den Hintergrund treten. Stattdessen soll sich der Betrachter völlig frei seinen persönlichen Wahrnehmungen stellen – welche Gedanken und Gefühle werden geweckt?

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Die Werke der Ausstellung haben das Ziel, dass sich der Rezipient in ihnen verliert, fühlt und denkt, ohne sich primär zu fragen was des Künstlers Absicht war. Der Betrachter soll sich „befreien“ – frei machen von Vorurteilen, konventionellen Denkweisen oder typischen Assoziationen und dadurch den Focus auf die eigene Gefühlswelt lenken. Ein wichtiges stilistisches Mittel dabei ist, Vorder- und Hintergründiges ineinander übergehend darzustellen. Alle Werke haben entweder durch weiche Fließtechnik oder harte Linien die Begrenzung von Vorder- und Hintergrund zum Thema. Bei manchen Gemälden sind diese Übergänge härter, bei anderen fließender bis schwer erkennbar. Damit soll übergeordnet Reales oder Wahres in Frage gestellt werden. Das Nebeneinander von mehreren abstrahierten Motiven, Klecksen, scheinbaren Grenzen, soll die tiefere Auseinandersetzung mit dem Gesehenen ermöglichen. Der Betrachter kann die Umrisse und Grenzen einer Figur in seiner Fantasie selbst ziehen und so das Gesehene zu seinem eigenen „neuen“ Werk machen.

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Die Titel der Gemälde beziehen sich auf erkennbare Motive im Bild, stellen aber keinerlei Vorgabe oder Interpretationsansatz dar, da dies der eigenen Wahrnehmung und Gedankenfreiheit im Wege steht. Die Frage nach der Grenze des Bildes oder den Begrenzungen innerhalb des Bildes – wann fängt eine Figur an, wann hört eine andere auf – stellt den Betrachter vor die Aufgabe sich mit vorformulierten Gedanken auseinanderzusetzen. Folglich ist er umso freier, je weniger er sich von vorgefilterten Bewertungen bei der Zusammensetzung der einzelnen Bildelemente beeinflussen lässt.

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Swing Dance Night in der Weinerei – Vol. 3

Am 16. Juli 2016 um 20:00 Uhr

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Foto: Sandra Löhe (http://www.sandraloehe.de/ )

Du hast Lust auf Tanz und Lust auf Wein? Warum nicht beides?

Egal ob du selber tanzt (oder tanzen kannst) du bist Willkommen an unserem ersten Swing Dance Abend dabei zu sein!

Genieße ein Glas Wein und komme dabei in den Genuss von Lindy Hop!

Was ist Lindy Hop? Ganz einfach, ein großartiger, spaßiger Paartanz zu Bigband-Swingjazz aus den 20ern/30ern.
Schau den Tänzern zu, während du in Ruhe deinen Wein trinkst.
In dem Sinne: Rock-step- tri-ple-step“
Wir freuen uns auf euch!

 

 

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