Weinerei Nürnberg


Deutschlands erstes Kulturwohnzimmer der Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur in Europa e.V.

Quelle – Großversandhausfotografie

Am 4. April 2013 ab 20:00

Sammelausstellung mit Fotografien aus dem Quelle Großversandhaus in Nürnberg

Quelle - Großversandhausfotografie

Die Fürther Straße im Westen Nürnbergs symbolisiert die Industriegeschichte Nürnbergs und die anschließende Deindustrialisierung. Die einst hier ansässigen Großunternehmen sind Geschichte, doch ihre architektonischen Schatten prägen das Stadtbild bis heute.

Das Gebäude des ehemaligen Quelle-Großversandhauses und -Kaufhauses in Nürnberg dominiert nicht nur optisch fast den ganzen Stadtteil, viele Menschen begleitete die mächtige „Versandmaschine“ ein Leben lang. Fast jeder kennt das Bauwerk, entweder vom Einkaufen, oder um dort zu arbeiten und jeder hat eine Meinung zu dem beigen Backsteingemäuer. Quelle-Kataloge waren zeitweise in jedem 2. deutschen Haushalt verbreitet, die Insolvenz war ein nationaler Schock und hatte weitreichende Konsequenzen.

Das Quelle-Versandgebäude ist das derzeit zweitgrößte “leerstehende” Gebäude Deutschlands, nach dem alten Flughafen Tempelhof in Berlin. Es befindet sich derzeit in einem Dämmerzustand zwischen Leben und Stille. Teile des Areals werden von Künstlern, Designern, Musikern und Kreativen genutzt, die ideale Räume für ihr Schaffen gefunden haben. Ein weitaus größerer Teil, meist riesige Räume der alten Versandflächen, aber auch Bürotrakte, stehen derzeit tatsächlich leer.

Die Ausstellung dokumentiert diesen Zustand der ungewissen Nutzung und des großflächigen Leer- und Stillstandes, aber auch den aufkeimenden Neuanfang.

Acht Fotografinnen und Fotografen haben sich mit dem Gebäude beschäftigt und es auf unterschiedlichste Weise mit ihren Kameras besucht, erforscht und in Szene gesetzt. Herausgekommen sind aktuelle und facettenreiche Momentaufnahmen eines Gebäudes bzw. eines Areals, das derzeit viele Fragen nach Sinn und Zweck, Vergangenheit und Zukunft aufwirft.

Die Sammelausstellung präsentiert Fotografien von:

Quelle-Fotowalk

Die Vernissage findet am Donnerstag, den 04.04.2013 um 20 Uhr mit musikalischer Begleitung durch DJ Nosmoke statt.
Die Ausstellung wird in der Weinerei bis zum 27.04.2013 zu sehen sein.

Nachtrag

Bei nordbayern.de sind Bilder von der Vernissage zu sehen.
Das Franken Fernsehen hat zudem einen wunderbaren Fernsehbeitrag über die Weinerei Nürnberg und die Ausstellung gedreht.

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Art of Decay

Am 5. April 2012 ab 20:00

Fotografien von Arne Marenda

Arne Marenda möchte mit seinen Fotos im Rahmen von „Art of Decay“ den Blick weg vom großen Ganzen, weg von einer fortschreitenden Globalisierung und hin zu den kleinen Dingen des alltäglichen Lebens lenken.
Die allgemeine Wahrnehmung der Umwelt wird in der heutigen Zeit von Eile, Unruhe und Termindruck geprägt, die es einem kaum erlauben, das Leben zu entschleunigen, sich Zeit zu nehmen und sich den Luxus zu gönnen, bei einer Sache zu verweilen.

Arne Marenda nimmt sich die Zeit und lässt den Blick auch einmal ruhen. So rücken die unauffälligen Aspekte des ganz Alltäglichen ins Zentrum der Betrachtung. Die Kamera hält die Zeit an und fokussiert die Details, an denen wir sonst einfach vorbeigehen.

Seine Motive findet er auf der Straße, an Hauswänden, an vergessenen Skulpturen, in der verstädterten Natur. Es sind Dinge, an denen die Zeit nagt. Gesellschaftsmüll, Industrieschrott, renovierungsbedürftige Bauwerke oder andere Objekte, deren aufdiktiertes Verfallsdatum abgelaufen ist. Das unauffällige, unbedeutende Element wird so aus dem urbanen Ganzen gelöst und dem geneigten Betrachter in seiner ganz eigenen Individualität präsentiert.

So schafft Arne Marenda eine Faszination für Kleinigkeiten. Der vermeintliche Müll, die ausrangierten Gegenstände oder zerbröckelnden Fassaden glänzen in einem neuen Licht. Ihre außergewöhnlichen Farben, Strukturen und Formen verleihen ihnen eine neue Art der Schönheit.

Der Verfall wird selbst zum künstlerischen Prozess – The Art of Decay.

Mehr Infos unter www.rudeart.de

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Am 14. April 2011 ab 20:00

Fotografische Arbeiten von Magdalena Abele

Bildbühnen eröffnen Räume, weite Flächen, Landschaften, Plätze, auf denen sich kleine Figuren in Bewegung begriffen, ergießen und die Fläche einnehmen, auf ihr einen Tanz, eine Art Ballett vollführen und sich für einen Sekundenbruchteil innehaltend auf der Bildfläche in zufälligen Anordnungen zueinander, zur Architektur, zum Raum wiederfinden, um unterschiedlichste Geschichten zu erzählen.
Die gezeigten Arbeiten spielen mit dem Zufälligen, dem Momenthaften, der Flüchtigkeit. Aber auch mit der Glaubwürdigkeit von Fotografien. Irgendetwas an der Struktur der Momentaufnahme scheint der Zufälligkeit zuwider zu laufen, lässt zweifeln, zögern.
Mit einem Mal ist der Betrachter gezwungen, seinen am inflationären Bilderfluss getrimmten Blick etwas länger als gewohnt verweilen zu lassen, um zu verstehen, an welcher Stelle genau der Zufall in die Idee mündet.

Die Vernissage findet am 14. April 2011 um 20.00 Uhr statt. Die Ausstellung wird in der Weinerei bis zum 30. April zu sehen sein.

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Vom Verschwinden der Dinge

Am 3. Februar 2011 ab 20:00

Fotografie von Robert Söllner

Was Sofortbilder anbetrifft, ist Robert Söllner ein Überzeugungstäter. Seit 1992 arbeitet er mit Polaroid-Filmen. Dabei hat er verschiedene Möglichkeiten ausprobiert, die Sofortbilder zu manipulieren, die Emulsion abzulösen, zu bearbeiten oder auf andere Träger zu transferieren, um besondere künstlerische Effekte zu erzielen. Die Motive sind dabei ganz unterschiedlich: Anfangs waren es Akte, später auch Landschaften, Stillleben und Städtebilder.

Jedes kleine so entstandene Bild ist ein Unikat mit eigenem Charakter und es ist nahezu unmöglich, das Ergebnis zu reproduzieren. Söllner sieht die Polaroids als wohltuenden Gegensatz zur konventionellen Fotografie mit ihren Vervielfältigungsmöglichkeiten, vor allem zur Beliebigkeit der Digitalfotografie. Ein Überblick seiner bisherigen Arbeiten wird auch im Rahmen der aktuellen Ausstellung in der Weinerei in Nürnberg zu sehen sein.

Zum Anderen stellt Söllner auch ganz aktuelle Arbeiten mit dem „neuen Polaroid-Film“ von impossible aus. Angeregt durch einen etwas instabilen Film aus der Anfangszeit von impossible, auf welchem nach einiger Zeit die fotografierten Bilder wieder verschwinden, zeigt er auf ebendiesem Material Dinge, die tatsächlich aus unserer heutigen Welt zu verschwinden drohen. Von der Schreibmaschine über den Tauchsieder und die Glühbirne bis hin zum Wählscheibentelefon. Ein melancholischer Rückblick.

Die Vernissage findet am 3. Februar 2011 um 20.00 Uhr statt. Die Ausstellung wird in der Weinerei bis zum 27. Februar zu sehen sein.

Zur Vernissage spielen MÄKKELÄ’S TRASH LOUNGE & Tobias Stutz (Cello) ab ca. 21.00 Uhr live.

Mehr Infos: www.wahrscheinlicht.de und www.the-impossible-project.com

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The human race

Am 4. November 2010 ab 20:00

Fotografische Zeitläufe von Koschies

KOSCHIES the human race 2

Eine Kamera, die nur das reproduziert, was sich schnell genug bewegt? Mit der Technik der Zeitfotografie erschaffene bildhafte Analogien zur Hochgeschwindigkeitsgesellschaft?

Die Präsentation der großformatigen Schwarzweißfotografien von KOSCHIES in der Galerie der Weinerei ist zugleich Premiere und Jubiläum. Erstmals ist in Nürnberg eine Auswahl aus dem Zyklus THE HUMAN RACE im Rahmen einer Einzelausstellung zu sehen – genau 20 Jahre, nachdem das Berlin-Potsdamer Künstlerpaar KOSCHIES begann, mit einer speziellen Schlitzkamera zu experimentieren und sich mit der Zeitfotografie auseinanderzusetzen.

Die befremdliche Bildwelt der in der Weinerei ausgestellten Bilder erschließt neue Perspektiven. Vor einem durch die Aufnahmetechnik anonymisierten Hintergrund tragen die dargestellten Menschen bei all ihrer Dynamik unwirkliche Züge, sind scheinbar schwebende Protagonisten filmischer Inszenierungen. Eingefroren in der Einsamkeit von Zeit und Raum als wetteifernde Symbolträger einer sie verformenden gesellschaftlichen Realität. Adäquat verformt auch fotografisch – nicht durch digitale Eingriffe, sondern durch die spezielle Funktionsweise der analogen Schlitzkamera, die die Zeit als vierte Dimension für die menschlichen Sinne sichtbar macht.

Auf vielen Aufnahmen dominiert der Raum; seine Übermacht relativiert die menschliche Größe. Die Titel der Werke spiegeln die surreale Atmosphäre der Bildebene wider. Bedeutungen und Beziehungen werden bewusst gebrochen und in neue Zusammenhänge gestellt. Klassische Themen werden dabei ebenso berührt wie Elemente der Popkultur.

KOSCHIES the human race 1

Die Vernissage findet am Donnerstag, dem 4. November 2010 um 20:00 Uhr statt. Die Ausstellung wird in der Weinerei bis zum 27. November 2010 zu sehen sein.

www.koschies.de

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Stadt, Land, Fluss

Am 2. September 2010 ab 20:00

Wände mit Weltansichten.

Erneut Vorhang auf für die Künstler hinter der Theke! Zwischen dem alltäglichen Lebenswahnsinn und dem Ehrenamt in der Weinerei, schwärmen die Weinereimitglieder auch schon mal in die nahe und ferne Fremde aus. In ihren Fotografien erzählen sie von ihren Begegnungen auf Reisen, von verschiedene Geschichten aus Ländern, die sie bewandert, von Städten, die sie erkundet, von Flächen, die sie durchquert und von Menschen, denen sie stets auf diesen wegen begegnet sind.
Zu sehen ist Schönes, Hässliches, Interessantes, Skurriles, Persönliches, Buntes, Tolles und Komisches aus aller Welt.

Die Vernissage mit Häppchen und Musik findet am 2.September 2010 um 20.00 Uhr statt. Die Ausstellung wird in der Weinerei bis zum 25. September zu sehen sein.

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