Weinerei Nürnberg


Deutschlands erstes Kulturwohnzimmer der Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur in Europa e.V.

Momoshi’s instinctive travels & Rogatti’s horny LSDreams

Am 1. Juli 2011 ab 20:00

Auf einem Bein steht man schlecht, doppelt hält besser und ein Kinderüberraschungsei besteht ja schließlich auch aus zwei Schokoladenhälften – das dachten sich auch die zwei junggebliebenen Nürnberger Popartikonen “Momoshi” und “Rogatti” und beschlossen daher in ihrer ständigen Angst ohne kaiserlichen Status und der dazugehörigen Terracotta-Armee einstmals in die Grube zu fahren, zusammen an der Front des digitalen und kapitalistischen Weltkriegs im Feldlazarett zu dienen und den dortigen Verwundeten und Verletzten mit ihren bunten Bildern zur Hilfe zu eilen um ihnen damit zur Linderung ihrer Schmerzen und Heilung ihrer Wunden zu verhelfen.

Nun fragt man sich natürlich, wie es der Schöpfer dieser Welt nur zulassen konnte, dass sich ein solch bizarres Paar bilden konnte, zwei Typen, wie sie auf den ersten Blick unterschiedlicher nicht sein können. Momoshi, ein symphatischer Nerd, der Frauen und Kunst über Alles liebt und Rogatti, Haudraufmensch, Heiratsschwindler und Hobbyprolet mit Herz. Bevor das erste Zusammentreffen zwischen den beiden Artpoppern stattfand, nahmen natürlich beide im Vorfeld durchaus über die Medien voneinander Notiz:

“Ah, Momoshi, das is doch der Video- und Popartkünstler, der auch die Global-Rollingaktion unter der Schirmherrschaft von Andi Köpke ins Rollen gebracht, MTV-Videos designt und Alis Drehort (R.I.P.) mit seinen dekorativen, farbenfrohen Momoshiwesen interieurt hat!”

“Ja, Rogatti is doch der Typ von den Trash Wrestling-Plakaten, der mit der raumergreifenden Art und seinen martialischen erotischen Horrorvorstellungen, die er auf seine Bilder überträgt um damit kleinen Mädchen Angst zu machen.

Not macht bekanntermaßen ja nicht nur erfinderisch, sondern schweißt auch zusammen, so dass sich beide Protagonisten in ihrer Angst vor dem großen Erfolg unter Pilseinfluss immer fester aneinanderklammerten und dabei zu einem Superstern verschmolzen, einem wahren Festival der Farben und teils psychedelischen Phantastereien. Eine weitere gemeinsame Tugend ihrer Werke ist die Eingängigkeit und Zugänglichkeit für Jedermann, der man sich als Popartkünstler verpflichtet fühlt, jedoch ohne dabei einen gesellschaftspolitischen, kritischen Hintergrund zu säumen. Dieser gerade genannte “Superstern” wird in der Weinerei strahlen.

Die Vernissage findet am 09. Juni 2011 um 20.00 Uhr statt. Die Ausstellung wird in der Weinerei bis zum 30. Juli zu sehen sein.

Damit die Vernissage maximal gleißen wird, gesellt sich an dem Abend noch ein weiterer Superstern dazu, fusioniert aus zwei Nürnberger Lieblingsfreaks, Karel und Timo, die mit ihrer allseits bekannten und beliebten “Squieknight” alles auf den Plattenteller legen, was man sich als Mensch überhaupt erträumen kann und damit die Besucher der Weinerei an diesem Abend auf den Gipfel der Lust und Lebensfreude geleiten werden. Up to the limit and over the top!

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Charakterköpfe in guter Gesellschaft

Am 5. Mai 2011 ab 20:00

Ein Team zeigt Illustrationen

Ein illustres Thema, dem 11 Illustratoren aus Nürnberg, Fürth und Erlangen ein unterschiedliches Gesicht geben. Mal heiter, mal ernst, mal skurril – ein Thema wie geschaffen für das  breite Spektrum der Illustration. Arbeiten mit Charakter und Köpfchen, die durch immer wieder neue Sichtweisen und Umsetzungen für überraschende Begegnungen sorgen.
Es ist die erste gemeinsame Ausstellung der IllustratorenNürnberg, die sich seit einem Jahr an jedem ersten Dienstag im Monat als freier Stammtisch treffen. Ein wichtiger Aspekt dabei ist, die kreative Arbeit der Illustratoren einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen sowie die unterschiedlichen Möglichkeiten der Illustration als Gestaltungsmittel für Kinderbücher, Zeitschriften und in der Werbung aufzuzeigen.

Es stellen aus:
Rolf Vogt, Therese Hein, Bianca Scholz, Elke Schmalfeld, Anton Hantschel, Carola Giese, Kerstin Hlawa, Astrid Rabus, Caro Conrad, Susanne Habermann und Wolfgang Friesslich.

Die Vernissage findet am 05. Mai 2011 um 20.00 Uhr statt. Die Ausstellung wird in der Weinerei bis zum 29. Mai zu sehen sein.

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Am 14. April 2011 ab 20:00

Fotografische Arbeiten von Magdalena Abele

Bildbühnen eröffnen Räume, weite Flächen, Landschaften, Plätze, auf denen sich kleine Figuren in Bewegung begriffen, ergießen und die Fläche einnehmen, auf ihr einen Tanz, eine Art Ballett vollführen und sich für einen Sekundenbruchteil innehaltend auf der Bildfläche in zufälligen Anordnungen zueinander, zur Architektur, zum Raum wiederfinden, um unterschiedlichste Geschichten zu erzählen.
Die gezeigten Arbeiten spielen mit dem Zufälligen, dem Momenthaften, der Flüchtigkeit. Aber auch mit der Glaubwürdigkeit von Fotografien. Irgendetwas an der Struktur der Momentaufnahme scheint der Zufälligkeit zuwider zu laufen, lässt zweifeln, zögern.
Mit einem Mal ist der Betrachter gezwungen, seinen am inflationären Bilderfluss getrimmten Blick etwas länger als gewohnt verweilen zu lassen, um zu verstehen, an welcher Stelle genau der Zufall in die Idee mündet.

Die Vernissage findet am 14. April 2011 um 20.00 Uhr statt. Die Ausstellung wird in der Weinerei bis zum 30. April zu sehen sein.

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RedRedingHood

Am 5. März 2011 ab 18:00

Collagen von Pia Heinlein

RedRidingHood zeigt eine Collagenreihe, die sich sowohl inhaltlich als auch formal mit dem Schaffensweg der Künstlerin pkh auseinandersetzt.
Es ist die Adaption des Märchens Rotkäppchen.

“Rückblickend betrachtet fühle ich mich wie Rotkäppchen – ausgestattet mit kreativen Gaben in den dunklen Wald hinausgezogen. Ich traf dort nicht nur auf eine schöne, bunte Blumenwiese, sondern auch auf den bösen Wolf.”

Entstanden sind Illustrationen auf Leinwand in Collagentechnik unter Verwendung von verschiedenen Materialien und Techniken. Wichtigstes Element ist der rote Faden, der die Bilder sowohl inhaltlich als auch formal durchzieht. Immer wieder sind Bildausschnitte mit rotem Faden bestickt. Begleitend dazu sind Texte zu Lesen, die sich mit den äußeren Faktoren eines künstlerischen Arbeitsprozesses auseinandersetzten.

Die Farbpalette wurde auf rot, weiß und schwarz reduziert. Die Figur des Rotkäppchens bewegt sich in einer abstrakten und düsteren Scheinwelt.

“den roten Faden wieder aufnehmen” ist der Ausgangsgedanke für die Ausstellung RedRidingHood. ” ich knüpfe mit meiner Ausstellung dort an, wo meine biographischen Wurzeln verankert sind – In Nürnberg – zudem wollte ich nach einer Schaffenspause “den Faden wieder aufzunehmen” und auf mein bisheriges Schaffen zurück blicken.

Vor dem Studium beschäftigte sich die Künstlerin bereits intensiv mit der Technik der Collage. Diese nimmt sie nun wieder auf. “Ich wollte zurück zu der sinnlichen Arbeitsweise der Collagentechnik. Kunst die man begreifen kann. Im haptischen als auch inhaltlichen Sinn. Zudem wollte ich den “roten Faden” auch bildlich umsetzen.

Mit der Absicht, die eigene Künstleridentität und deren Entwicklung zu erforschen. Sich kritisch mit den äußeren Faktoren auseinander zu setzten, die einen Künstler bei seiner Arbeit begleiten.

Inhalt ist der Kunstmarkt und dessen Institutionen wie der Kunsthochschulbetrieb, die Beziehung des kreativ Schaffenden zu Professoren, Galeristen und Rezipienten. “Ich will mit meiner Bilderreihe nicht mit dem Kunstmarkt abrechnen. Es geht mir um eine Auflösung des Kunstmythos.”

Künstler sein bedeutet nicht, sich einer farbenfrohen transzendenten Traumwelt zu bewegen. Es ist und bleibt ein harter Kampf zwischen Angebot und Nachfrage. Abhängig von äußeren Faktoren. Kunst ist Business und leider oft mehr Schein als Sein. Allein der Künstler entscheidet, wie er damit umgehen kann und möchte.

Ich bin es mir selbst schuldig, meinen eigenen künstlerischen Weg zu gehen. Eine kreative Gabe zu besitzen, begreife ich als einmaliges Geschenk und als eine große Verantwortung. Nach diesem Kredo muss und will ich leben und arbeiten, immer im Fokus: den roten Faden nicht zu verlieren…

Die Vernissage findet am 5. März 2011 um 21.00 Uhr statt. Die Ausstellung wird in der Weinerei bis zum 31. März 09. April zu sehen sein.

Zur Vernissage spielen Ena Wild (Berlin) und DJ Schöttl (München) LIVE

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Vom Verschwinden der Dinge

Am 3. Februar 2011 ab 20:00

Fotografie von Robert Söllner

Was Sofortbilder anbetrifft, ist Robert Söllner ein Überzeugungstäter. Seit 1992 arbeitet er mit Polaroid-Filmen. Dabei hat er verschiedene Möglichkeiten ausprobiert, die Sofortbilder zu manipulieren, die Emulsion abzulösen, zu bearbeiten oder auf andere Träger zu transferieren, um besondere künstlerische Effekte zu erzielen. Die Motive sind dabei ganz unterschiedlich: Anfangs waren es Akte, später auch Landschaften, Stillleben und Städtebilder.

Jedes kleine so entstandene Bild ist ein Unikat mit eigenem Charakter und es ist nahezu unmöglich, das Ergebnis zu reproduzieren. Söllner sieht die Polaroids als wohltuenden Gegensatz zur konventionellen Fotografie mit ihren Vervielfältigungsmöglichkeiten, vor allem zur Beliebigkeit der Digitalfotografie. Ein Überblick seiner bisherigen Arbeiten wird auch im Rahmen der aktuellen Ausstellung in der Weinerei in Nürnberg zu sehen sein.

Zum Anderen stellt Söllner auch ganz aktuelle Arbeiten mit dem „neuen Polaroid-Film“ von impossible aus. Angeregt durch einen etwas instabilen Film aus der Anfangszeit von impossible, auf welchem nach einiger Zeit die fotografierten Bilder wieder verschwinden, zeigt er auf ebendiesem Material Dinge, die tatsächlich aus unserer heutigen Welt zu verschwinden drohen. Von der Schreibmaschine über den Tauchsieder und die Glühbirne bis hin zum Wählscheibentelefon. Ein melancholischer Rückblick.

Die Vernissage findet am 3. Februar 2011 um 20.00 Uhr statt. Die Ausstellung wird in der Weinerei bis zum 27. Februar zu sehen sein.

Zur Vernissage spielen MÄKKELÄ’S TRASH LOUNGE & Tobias Stutz (Cello) ab ca. 21.00 Uhr live.

Mehr Infos: www.wahrscheinlicht.de und www.the-impossible-project.com

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Keine Ausstellung im Januar 2011

Am 1. Januar 2011 ab 20:00

Wir renovieren unsere Ausstellungsräume.

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Triumph des Todes

Am 2. Dezember 2010 ab 20:00

Ölgemälde von Andreas Lehmeyer

Andreas Lehmeyer stellt diesen Monat nun schon zum vierten Mal seine Werke in der Weinerei aus. Ein Heimspiel für ihn und seine wandlungsfähige Kunst, die aus dem Leben kommt und dieses von praktisch allen möglichen und unmöglichen Seiten zeigt. Wir freuen uns auf die Ausstellung im Dezember.

Die Vernissage findet am 2. Dezember 2010 um 20.00 Uhr statt. Die Ausstellung wird in der Weinerei bis zum 26. Dezember zu sehen sein.

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The human race

Am 4. November 2010 ab 20:00

Fotografische Zeitläufe von Koschies

KOSCHIES the human race 2

Eine Kamera, die nur das reproduziert, was sich schnell genug bewegt? Mit der Technik der Zeitfotografie erschaffene bildhafte Analogien zur Hochgeschwindigkeitsgesellschaft?

Die Präsentation der großformatigen Schwarzweißfotografien von KOSCHIES in der Galerie der Weinerei ist zugleich Premiere und Jubiläum. Erstmals ist in Nürnberg eine Auswahl aus dem Zyklus THE HUMAN RACE im Rahmen einer Einzelausstellung zu sehen – genau 20 Jahre, nachdem das Berlin-Potsdamer Künstlerpaar KOSCHIES begann, mit einer speziellen Schlitzkamera zu experimentieren und sich mit der Zeitfotografie auseinanderzusetzen.

Die befremdliche Bildwelt der in der Weinerei ausgestellten Bilder erschließt neue Perspektiven. Vor einem durch die Aufnahmetechnik anonymisierten Hintergrund tragen die dargestellten Menschen bei all ihrer Dynamik unwirkliche Züge, sind scheinbar schwebende Protagonisten filmischer Inszenierungen. Eingefroren in der Einsamkeit von Zeit und Raum als wetteifernde Symbolträger einer sie verformenden gesellschaftlichen Realität. Adäquat verformt auch fotografisch – nicht durch digitale Eingriffe, sondern durch die spezielle Funktionsweise der analogen Schlitzkamera, die die Zeit als vierte Dimension für die menschlichen Sinne sichtbar macht.

Auf vielen Aufnahmen dominiert der Raum; seine Übermacht relativiert die menschliche Größe. Die Titel der Werke spiegeln die surreale Atmosphäre der Bildebene wider. Bedeutungen und Beziehungen werden bewusst gebrochen und in neue Zusammenhänge gestellt. Klassische Themen werden dabei ebenso berührt wie Elemente der Popkultur.

KOSCHIES the human race 1

Die Vernissage findet am Donnerstag, dem 4. November 2010 um 20:00 Uhr statt. Die Ausstellung wird in der Weinerei bis zum 27. November 2010 zu sehen sein.

www.koschies.de

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Noch Fragen?

Am 7. Oktober 2010 ab 20:00

Vordenker treffen Nachdenker

Filigrane Lasurmalerei in Öl in Wechselwirkung mit Holz- und Stahlbildhauerei. Ansichten begegnen Einsichten.

Frauke Mück präsentiert Portraits historischer Persönlichkeiten. Jürgen Müller setzt aktuelle Kritik in Form. Kritik durch Euphemismus. Die Ästhetik des Zumutbaren.

Interaktion, Akzente, Kontraste.

Noch Fragen?

Die Vernissage mit lecker Häppchen findet am 7. Oktober 2010 um 20.00 Uhr statt. Die Ausstellung wird in der Weinerei bis zum 30. Oktober zu sehen sein.

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Stadt, Land, Fluss

Am 2. September 2010 ab 20:00

Wände mit Weltansichten.

Erneut Vorhang auf für die Künstler hinter der Theke! Zwischen dem alltäglichen Lebenswahnsinn und dem Ehrenamt in der Weinerei, schwärmen die Weinereimitglieder auch schon mal in die nahe und ferne Fremde aus. In ihren Fotografien erzählen sie von ihren Begegnungen auf Reisen, von verschiedene Geschichten aus Ländern, die sie bewandert, von Städten, die sie erkundet, von Flächen, die sie durchquert und von Menschen, denen sie stets auf diesen wegen begegnet sind.
Zu sehen ist Schönes, Hässliches, Interessantes, Skurriles, Persönliches, Buntes, Tolles und Komisches aus aller Welt.

Die Vernissage mit Häppchen und Musik findet am 2.September 2010 um 20.00 Uhr statt. Die Ausstellung wird in der Weinerei bis zum 25. September zu sehen sein.

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