Weinerei Nürnberg


Deutschlands erstes Kulturwohnzimmer der Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur in Europa e.V.

Vernissage – „andy for the poor/10pm“ – Betty Stürmer

Am Donnerstag, 3. Mai 2018 um 20:00 Uhr

Pressefoto - andy for the poor - Betty Stuermer 2018

 

Ausstellung „andy for the poor/10pm“ – Betty Stürmer

Eröffnung 3. Mai 2018 – 20 h

  1. Mai – 30. Juni 2018

 

andy for the poor/10pm – Betty Stürmer aka Betty Party ist bildende KünstlerIn und DJ. In den 90’iger Jahren ist sie vor allem in Berlin bekannt geworden durch ihre Clubartausstellungen in den improvisierten Orten Ostberlins nach dem Mauerfall und durch ihre Erfindung des partizipativen Happenings – DJ Everybody mit dem sie viele Jahre in Clubs, Galerien und Kunstvereinen zum Teil auch international unterwegs war. In der Weinerei zeigt sie ihre Bildserie „andy for the poor/10pm“ die seit 2014 ein Work in Progress darstellt, die Schablonendrucke mit Mixed Media auf Fundkarton sind DJ Selbstporträts, die sich konzeptuell auf Andy Warhol beziehen. Hier wird allerdings nicht mit aufwendiger Siebdrucktechnik gearbeitet, sondern ganz einfach mit Kartonschablonen, eine künstlerische Drucktechnik, die sich auch mit geringem Budget im Stil der arte povera realisieren läßt . Die Künstlerin stellt sich so dem hochpreisigen Kunstmarkt entgegen, Kunst als Ware wird kritisch und humorvoll verhandelt. Zur Eröffnung der Ausstellung wird Betty Stürmer ein 1 1/2 stündiges Vinyl DJ Set (21.30 h – 23.00h) spielen, das musikalisch FutureBass, Afrobeat und NuLatin vereint.

  1. Juni – szenische Lesung und Buchvorstellung „Szenegirl“ (Termine noch nicht final bestätigt von seiten der Weinerei e.V.)

 

Die KünstlerIn Betty Stürmer liest Passagen aus ihrem gerade im April erschienenen autobiographischen Buch „Szenegirl – decade 1984-2002“. Inhaltlich beschreibt sie hier ihre Sturm- und Drang Zeit im Berlin der 80’iger und 90’iger Jahre, wo sie als Szenegirl durch die Kneipen zog, in Kreuzberg im besetzen Haus wohnte und sich als KünstlerIn fand, um dann im Fischbüro als FischAgentin zu landen, Paris und Lima unsicher zu machen und schließlich als ClubartkünstlerIn reussierte. Durch die von Betty Party, Ihrem alter Ego eingespielten passenden – oder unpassenden Musiktracks entsteht ein hochprozentiges Gebräu, das es in sich hat, denn jedes Leben ist etwas besonderes und es gibt immer eine Musik dazu, ganz egal wo.

Bei Stürmer ist es nicht nur Westberlin das sie beschreibt, sondern sie hat auch in ihren Texten Ostberlin, Paris, Nürnberg, Barcelona, Frankfurt a. Main und Lima der 80’iger und 90’iger ein Denkmal gesetzt. Orte von wo aus u.a. Gedanken zum Verhältnis von Kunst und Demokratie, Klassenzugehörigkeit und der Bezug zur Clubkultur verhandelt werden.

 

„Szenegirl“ Leseperformance Betty Stürmer/Kurztext

Betty Stürmer, bildende KünstlerIn und DJ, prägte nach dem Start im Berliner Fischbüro die Club-Art-Bewegung bis heute mit. Sie stellt autobiografische Texte aus ihrem neuen Buch “Szenegirl – decade 1984–2002“ vor. Dazu spielt sie passende und unpassende Musik ein.
 

 

 

. Lebt und arbeitet seit 1984 in Berlin, seit 1992 freischaffend künstlerisch tätig

 

. aktive Mitarbeit im Fischbüro, 1986-89, Berlin und PerformerIn bei

Audiokleider/Benoit Maubrey, 1988-1991 (USA)

 

. Arbeitsaufenthalte in Lima, Peru, 1991-1996, 2015/2016 Ghana

 

. 1989 – 1993 Studium Visuelle Kommunikation/Design, UdK Berlin

 

Ausstellungen u.a. bei 2018 neurotitan, friendly capitalism lounge mit Jim Avignon und Fehmi Baumbach, 2017 Hinterconti e.V., Hamburg, Zwitschermaschine, Berlin, 2016, Berliner Kunstkontakter, Villa Kult, Berlin, Chale Wote Street Art Festival, Accra, Ghana, 2015, Galerie Destillarta, Nürnberg, 2013/2014 Galerie Michaela Helfrich, Berlin, Saint Tropez, 2005-2009, allgirls, allgirls editions, SCOPE Miami art fair, 2010, Berliner Liste, 2010, Galerie station, Künstlerhaus Mousonturm, Frankfurt a. Main, 2005/2009, Haus am Lützowplatz, Berlin, 1999, Kunstverein Göteborg, Schweden, 1998, Goetheinstitut Napoli, 1998, Italy, Kunstforum Graz, 1998, Austria, Galeria Parafernalia, Lima, Peru, 1996, Galerie Michael J. Wewerka, Berlin,1994/1996, Akademie der Künste, Berlin, 1994, Kunsthalle Nürnberg, 1993, zahlreiche Clubartausstellungen und DJ Performances (1995-2000) in Berlin Underground

 

. 2016 Globalstipendium Senat für kulturelle Angelegenheiten, Accra, Ghana

Projektförderung Käthe Dorsch Stiftung, 2005, Projektförderung

Bundeskulturstiftung, 1999

 

. Werke in öffentlichen und privaten Sammlungen

u.a. Sammlung NBK, Berlin, Sammlung Michael J. Wewerka, Berlin,

Sammlung Artothek Nürnberg, Sammlung W. Appelt/Zimmermuseum, Nürnberg

 

 

 

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