Weinerei Nürnberg


Deutschlands erstes Kulturwohnzimmer der Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur in Europa e.V.

Seelenwanderungen

Am Donnerstag, 3. Mai 2012 um 20:00 Uhr

Anne Kammermeier zeigt Bilder einer imaginären Wirklichkeit

„Vielleicht ist ja das, was wir Leben nennen, ein Traum und das, was wir Traum nennen, das Leben.“ (Platon)

Die Maya glaubten an eine Wanderung der Seele nach dem Tod: Das unsichtbare Ich schlüpft in einen anderen Körper, doch die Erinnerungen bleiben da im Verborgenen.
Geist und Vorstellungskraft sind vielleicht „wirklicher“ als die sinnlich erfassbare Außenwelt. Fantasien, Träume, Emotionen, unser Inneres und nicht die alltägliche „Realität“ machen schließlich das Geheimnis des Lebens und unser Ich, unsre Seele aus. Wahr ist was wir dafür halten!

Geisterhaft schwebt eine weiße Mädchengestalt mit einer Feder in der Hand aus einer bräunlichen Dunkelheit hervor. Ein Mädchen springt nackt mit fliegendem Haar in eine blaue Aureole. Zwei Kinder widmen sich konzentriert einer Farbexplosion, die in ihren Händen zerfließt…Geheimnisvoll, fantastisch, beängstigend oder einfach schön. An der Schwelle zwischen Abstraktion und Figuration ist jedes Bild wie ein Labyrinth, das mehrere Zugänge und im Inneren unzählige verzweigte Möglichkeiten besitzt. Wichtig ist nicht zu verstehen, sondern nur zu FÜHLEN!

Anne Kammermeier malt seelische Zustände und macht sie fürs Auge sichtbar. Innere Regungen, die wir als Erwachsene bereits zu verbergen gelernt haben werden nach außen gekehrt und Träume, Fantasien und Unterbewusstes werden in unsere sinnliche Wirklichkeit transferiert. Repräsentanten der Seele sind verletzbare ausdrucksvolle kindliche Gestalten, die sich wie selbstverständlich in ihrer Traumwelt bewegen. Helle, bunte Farben treffen auf feurige und düstere Töne. Die mimische und gestische Darstellung berührt das Herz und weckt tief verborgene Gedanken. Gänsehaut ist vorprogrammiert!

Zur Vernissage am 03.05. ab 20 Uhr singen und spielen Hannah Weimerl (Gitarre und Gesang) und Franz Gruber (Akkordeon) betörend gefühlvolle Melodien aus Südamerika.

Das Gefühl ist das „Subjektive“ im engeren Sinne, es bezieht sich nicht, auf das Objekt, sondern auf den Zustand des Subjekts, es kann durch Erkenntnis bewirkt werden, ist aber nicht selbst Erkenntnis. (Kant)

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