Weinerei Nürnberg


Deutschlands erstes Kulturwohnzimmer der Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur in Europa e.V.

Vernissage – Nicola Vogel „Grenzenlos“

Am 7. Juli 2016 ab 20:00

image6

„Grenzenlos“ –
Nicola Vogel zeigt abstrakte Malerei als Spielwiese für uneingeschränkte Fantasie

Ausstellung in der Weinerei vom 07. Juli – 30. Juli 2016

Die klassischen Fragen, die sich dem Betrachter vor abstrakter Kunst stellen: „Was ist das?“ „Was hat der Künstler gemeint“? sollen bei dieser Ausstellung in den Hintergrund treten. Stattdessen soll sich der Betrachter völlig frei seinen persönlichen Wahrnehmungen stellen – welche Gedanken und Gefühle werden geweckt?

image17

 

Die Werke der Ausstellung haben das Ziel, dass sich der Rezipient in ihnen verliert, fühlt und denkt, ohne sich primär zu fragen was des Künstlers Absicht war. Der Betrachter soll sich „befreien“ – frei machen von Vorurteilen, konventionellen Denkweisen oder typischen Assoziationen und dadurch den Focus auf die eigene Gefühlswelt lenken. Ein wichtiges stilistisches Mittel dabei ist, Vorder- und Hintergründiges ineinander übergehend darzustellen. Alle Werke haben entweder durch weiche Fließtechnik oder harte Linien die Begrenzung von Vorder- und Hintergrund zum Thema. Bei manchen Gemälden sind diese Übergänge härter, bei anderen fließender bis schwer erkennbar. Damit soll übergeordnet Reales oder Wahres in Frage gestellt werden. Das Nebeneinander von mehreren abstrahierten Motiven, Klecksen, scheinbaren Grenzen, soll die tiefere Auseinandersetzung mit dem Gesehenen ermöglichen. Der Betrachter kann die Umrisse und Grenzen einer Figur in seiner Fantasie selbst ziehen und so das Gesehene zu seinem eigenen „neuen“ Werk machen.

image7

Die Titel der Gemälde beziehen sich auf erkennbare Motive im Bild, stellen aber keinerlei Vorgabe oder Interpretationsansatz dar, da dies der eigenen Wahrnehmung und Gedankenfreiheit im Wege steht. Die Frage nach der Grenze des Bildes oder den Begrenzungen innerhalb des Bildes – wann fängt eine Figur an, wann hört eine andere auf – stellt den Betrachter vor die Aufgabe sich mit vorformulierten Gedanken auseinanderzusetzen. Folglich ist er umso freier, je weniger er sich von vorgefilterten Bewertungen bei der Zusammensetzung der einzelnen Bildelemente beeinflussen lässt.

Horizont (2)

Abgelegt unter Ausstellungen | Keine Kommentare »

Vernissage – Hannah Gebauer »most of conjecture – most der mutmaßung«

Am 2. Juni 2016 ab 20:00

 

 

Hannah Gebauer: »most of conjecture – most der mutmaßung«

Hannah Gebauer_1

Wo greift man in das Unfertige ein? Wie entstehen Strukturen? In der tschechischen Stadt Most findet Hannah Gebauer (*1992) ein Abbild der eigentümlichen Unfassbarkeit des Ostens: das Urbane als Raum für Träume und Sehnsüchte, mit der eingeschriebenen Aufforderung zur Veränderung, zum Weitermachen. Das ist der Ansatzpunkt für most of conjecture – most der mutmaßung.

Nach mehreren Semestern in der Bildhauerklasse von Prof. Michael Stevenson studiert Hannah Gebauer mittlerweile Fotografie bei Prof. Jürgen Teller an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg.
In most of conjecture – most der mutmaßung erhält Hannah Gebauers konzeptuelle Auseinandersetzung mit Stimmungen und Zeit ein Gegengewicht durch die analoge Fotografie. Feinsinnig spürt sie der Ästhetik des Ostens nach: dem Kitsch, den Potenzialen, Simulation und Mythos. Erweitert wird ihre Auseinandersetzung mit Most durch eine Installation. So erschafft das Zusammenspiel von Fotos, Filmen und Modellen einen Raum, der Platz lässt für Geheimnis und Entdeckungen.

most of conjecture – most der mutmaßung setzt an, wo Faunenschnitt, ein gemeinsames Buchprojekt mit Joshua Groß, endet: mit dem Aufbruch in Richtung Osten, als Entdeckungsreise, um rätselhafte Unwirklichkeiten zu entlarven. most of conjecture – most der mutmaßung wirft aber auch die Frage auf, welche Bedeutung die Fotografie für unser Zurechtfinden im Zeitkontinuum hat. Beziehungsweise: Was ist Most wirklich? Oder: Wer hat Angst vor dem Alchimisten Edward Kelley?

Hannah Gebauer nutzt die Reibungsenergie von Fakten, Erkenntnissen und Spekulation, um die Stadt Most mit ihrem Trugbild zu konfrontieren, um sich dem Unfassbaren anzunähern, und schließlich, um die Unterschiede des Lichts zu beschwören, jenseits der Mutmaßung.

Am 10. Juni spielt der Singer-Songwriter Jefferson Hope und Joshua Groß liest aus »Faunenschnitt« (starfruit publications, 2016).
Eine Ausstellung in der Weinerei mit freundlicher Unterstützung des Instituts für moderne Kunst Nürnberg.

 

 

Hannah Gebauer_2

Abgelegt unter Ausstellungen | Keine Kommentare »

Vernissage „ARTverwandt“ von Leonie Lawen und André Gleichmann

Am 7. April 2016 ab 20:00

DSC05059

 

ARTverwandt. Werke im Dialog.

 

Es ist das Debut…//Erstmals präsentieren die beiden Künstler Leonie Lawen und André Gleichmann gemeinsam ihre Arbeiten und stellen diese in Bezug zueinander. Von figürlich bis abstrakt entführen die Werke den Betrachter in ihre Bildwelten.

Er malt sie und sie malt sich – und ihn. Die Bilder erzählen ihre jeweils eigene Geschichte. Sie gewähren Einblicke in das Leben der Maler, beeinflusst von Literatur, Reisen, Musik und Liebe. Wie Wellen laufen die Werke thematisch zusammen, kulminieren in gemeinsamen Arbeiten, um wieder auseinander zu streben. Begonnen hat diese Zusammenarbeit mit Gintronic; einem abstrakt dynamischen Styleclash.

DSC05066a

Zu Ihm:

Still ist die Nacht. Gleichmanns Arbeiten entstehen vorwiegend aus dem Dunkel heraus. Dieses Thema mit all seinen Facetten, dem Geheimnisvollen, der Stille und Ruhe, begeistert den Maler. Die Inspiration seiner Motive entspringt vor allem den bereisten Orten und Erlebnissen des Künstlers.

Gleichmann wurde 1981 in Thüringen geboren und lebt, seit seinem Abschluss an der Fachschule für Technik und Gestaltung vor 10 Jahren, in Nürnberg wo er als Spielzeugdesigner arbeitet. Familiengeschichtlich ist der Künstler in Nürnberg verwurzelt.

DSC05085

Zu Ihr:

Was ist doch die Zeit, als eine Illusion? Lawens Bilder spielen mit unterschiedlich erlebten Realitäten des Menschen. Als Hommage an das Zusammenspiel von Literatur, Musik und Gesellschaft bieten die Werke den Raum, Bezüge zu eigenen Weltanschauungen und Philosophien herzustellen. Von Zeichnungen bis Mixed Media verbindet die Bilder eine verträumte Melancholie.

Im letzten Moment gegen das Studium der Kunst entschieden, blieb diese jedoch ein Teil ihres Lebens; Malerei und regelmäßiges Aktzeichnen neben dem Studium bestimmten den Alltag. Ein Jahr nach dem Berufseinstieg begann sie die Weiterbildung zur Kulturpädagogin mit dem Schwerpunkt Malerei/ Bildhauerei. Seit 2008 ist dies nun die erste Ausstellung der 27-Jährigen.

DSC05087

Im Dialog zwischen Selbst und Bild ist der Besucher dazu eingeladen, Teil dieser Reise zu werden.

Abgelegt unter Ausstellungen | Keine Kommentare »

Vernissage – „Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt“ von Andreas Lehmeyer

Am 3. März 2016 ab 20:00

OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Himmelhoch jauchzend – zu Tode betrübt

Eine labile Ausstellung von Andreas Lehmeyer
„Ein baldiges Wiedersehen mit meinem Verstand, wäre durchaus empfehlenswert.
Doch dann flieg‘ ich mit Vögeln in‘ Süden, mit Flügeln aus Blut.
Oft fürcht‘ ich, nachts schlaflos im Bett, dich gibt’s garnicht mehr..
Trotz dessen, falls schon:
Ich hoffe dir geht es noch gut.
Falls wir uns wiedersehen tuts mir natürlich sehr Leid.
Du kommst halt zu kurz. Und bist halt zu leis, 
bei Herz vs. Kopf, eins gegen eins.“
(Text: Christine Weber)

Abgelegt unter Ausstellungen | Keine Kommentare »

Vernissage – Gruppenausstellung „Die 3 ART-Musketiere“

Am 4. Februar 2016 ab 20:00

3-ART-Musketiere_Bild

Gruppenausstellung „Die 3 ART-Musketiere“ in der Weinerei im Februar

Die 3 ART-Musketiere Bogi Nagy alias „THE VISIONARY WHISPERER“, Francesco Neo alias „THE PROVOCATEURE FIGHTER“ und Andreas Lehmeyer alias „THE DEMON HUNTER“ stellen gemeinsam ihre Kunstwerke aus und faszinieren dabei auf ganz unterschiedliche Art mit Formen, Farben und Texten. Durch die Kontraste der Artefakte entsteht ein höchst impulsives und außergewöhnliches Erlebnis für den Betrachter, welches ihr nicht verpassen solltet.

Bogi Nagy visualisiert ihre Darstellungen auf digitale Art. Sie kombiniert in ihren Illustrationen anregende Geschichten, setzt Farbakzente und bringt diese mit einem femininen Touch auf den Punkt.

www.boginagy.com

www.facebook.com/boginagysworld

www.instagram.com/boginagysworld

Francesco Neo provoziert gerne mit seinen Arbeiten und hält unserer Gesellschaft einen Spiegel vor. Der NEO SUPER POP Artist gestaltet seine Schöpfungen ganz unterschiedlich, vor allem mit Ölfarben und Grafiken.

www.francesco.us

www.facebook.com/francescodellaluceart

Andreas Lehmeyer veranschaulicht seine triste Welt mit Ölgemälden und Zeichnungen. Die „dunkle Melancholie“ seiner Arbeiten symbolisiert Verzweiflung, Vergänglichkeit und Liebe.

www.andreas-lehmeyer.de

www.facebook.com/andreas.lehmeyer

 

 

Abgelegt unter Ausstellungen | Keine Kommentare »

Vernissage „Beautiful life“ von Felix Pensel

Am 7. Januar 2016 ab 19:00

details2

Beautiful life.
Between fiction and reality.

workflow1

Felix Pensel spiegelt in seinen Arbeiten den Zeitgeist seiner Generation. Einer Generation, die Veränderung fordert und die bereit ist, bestehende Strukturen zu durchbrechen.

 

details4      details3

Freuen Sie sich auf eine inspirierende Ausstellung in der Weinerei in Nürnberg.

 

Abgelegt unter Ausstellungen | Keine Kommentare »

Ausstellung im Dezmeber: André Lindert »Upcycling von Technologie«

Am 3. Dezember 2015 ab 20:00

Logo MotherandBoard

Beenden wir endlich die globale Pyromanie!

Hermann Scheer in Graz beim
2. Grazer „Energy Talks“, Juli 2009

Aber wie?

Zum Beispiel durch reparieren, statt wegwerfen. Qualität kaufen, statt billig produzierter Wegwerf-Produkte. Müll trennen und Recyclen oder auf Nachhaltigkeit und Sozialverträglichkeit der gekauften Waren achten etc.

Nach Recycling ist nun Upcycling der neue Trend in Europa. Entsorgtes oder nicht mehr Benötigtes wird in neuem Kontext genutzt und aufgewertet. Dies zeigt die Ausstellung »Upcycling von Technologie« anschaulich.

Für »Mother & Board« hat sich André Lindert, der sich rasant entwickelnden Elektrotechnik gewidmet. Ein Großteil des Elektroschrotts aus Europa wird auf illegale Deponien nach Afrika gebracht. Dies hat katastrophale Auswirkungen auf Umwelt sowie Kinder und Jugendliche dort. Durch verbrennen lösen sie wertvolle Metalle aus Platinen. Jedoch entstehen dabei hochgiftige Gase. Andere Nebenprodukte gelangen in Flüsse und das Grundwasser.

»Mother & Board« soll nicht nur ästhetisch aussehen, sondern ein Bewusstsein für die Elektroschrott-Problematik schaffen und Sie sensibilisieren, dass man scheinbar Nutzlosem oder Kaputtem eine zweite Chance geben kann.

 

_DSC8128 _DSC8107

Wir haben nur eine Welt. Aber wenn wir

so weiterleben, brauchen wir drei Welten.

Lutz Engelke, Chef der deutschen Kreativagentur Triad,
bei der Planung zur Weltausstellung 2010

IMG_4818

Abgelegt unter Ausstellungen,Neuigkeiten | Keine Kommentare »

Vernissage: „Still China“ von Günther Worth

Am 5. November 2015 ab 20:00

China-2014_0001_2Still China, 2014

Wann sind Sie zum letzten Mal in tiefe Betrachtung versunken? Im Stroboskoplicht der uns umgebenden Bildschirme und Smileys, im Kugelhagel der ploppenden Messengertöne?
Existiert alles nur noch auf Abruf? Wird die Wirklichkeit bald durch ein weiteres Update ersetzt?

Der Fotograf Günther Worth (*1987) spürt dem Wandel von Wahrnehmung nach – und bemüht sich um eine beinahe archaische Opposition zum Zeitgeistflattern. Statt Selfiestick verwendet er selbstgebaute Großformat- und Lochkameras. Und während andere ihre Bilder auf Facebook laden, entwickelt er seine Fotografien in einer Dunkelkammer, die eigentlich sein Badezimmer ist.

Was womöglich befremdlich anmutet, ist die von Worth geschaffene Synthese aus einem bewussten Umgang mit der Fotografiegeschichte und der visuellen Reizüberflutung des 21. Jahrhunderts. Aber das Anliegen und die Bilder von Günther Worth sind weder unzeitgemäß noch zeitgeistig. Vielmehr schärft sich sein Blick in der Befreiung von den vermeintlichen Zwängen des technischen Fortschritts. Die Gegenwart offenbart sich dem, der sie studiert – und nicht dem, der die Gegenwart mit ihren medialen Spiegelungen verwechselt. Der Blick auf den Handybildschirm ist kurz, demnach auch der Betrachtungswinkel beziehungsweise der Wahrnehmungsradius klein.

China-2014_0008_9Still China, 2014

Während eines China-Aufenthaltes im Jahr 2014 erschuf Günther Worth einen umfangreichen, intimen Zyklus an Fotografien, der nun unter dem Namen »Still China« erstmals öffentlich präsentiert wird. Die ebenso überlegte wie empathische Arbeitsweise des Künstlers lenkt den Blick auf den Kontrast zwischen aufgemotzten Megacities und unbedarften Dörfern, zwischen Finesse und Fortschritt, zwischen Tradition und Stillstand, zwischen Turbokapitalismus und seinen Auswirkungen; und letztendlich auch auf die Abgründe der Zeit.

Es sind keine Bilder, die aufgeregt Augenblicken hinterher hetzen, um einzufangen, was nicht einfangbar ist. Es sind Bilder, die sich auf das Fremde und dessen Beschaffenheit einlassen und mit ungewöhnlichen Mitteln unsere Gegenwart portraitieren – in einem Land, das einem radikalen technischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel unterworfen ist.

Parallel zur Ausstellung erscheint das Künstlerbuch »Still China« in einer Auflage von 12 nummerierten und signierten Exemplaren. Es beinhaltet 15 Originalfotografien (Silbergelatineabzug auf Barytpapier) von Günther Worth im Format 26,8 x 19,8 cm, sowie den Text »Die Unendlichkeit nach dem Aufwachen« von Joshua Groß.

Eine Ausstellung in der Weinerei mit freundlicher Unterstützung des Instituts für moderne Kunst Nürnberg.

China-2014_0011_12 KopieStill China, 2014

Abgelegt unter Ausstellungen | Keine Kommentare »

Vernissage: NACHTMAHRTYRIUM von Florian Metzner

Am 1. Oktober 2015 ab 20:00

Passend zum Herbst wird es auch in der Weinerei kunstvoll düster:

Die Aufstellung im Oktober ist die aktuelle Serie „Nachtmahrtyrium“, von Florian Metzner.

 

SONY DSC

Sie gleicht einer Vision aus dem Reich der Alpträume.

Ein auf Leinwand eingefangener Drogenrausch aus Angst, Panik und Paranoia. Die Werke des Künstlers entführen uns in eine verstörende Welt – inspiriert von Zdzisław Beksiński oder John Kenn – und thematisieren Sexismus, Unterdrückung, Sucht sowie das Erwachsenwerden.

Der raue Malstil sowie die einfachen Farbgebung gelten als Markenzeichen des Künstlers und unterstreichen exakt die düsteren Motive der Serie. Die Ausstellung zeigt uns die Faszination am Grotesken und die Schönheit des Bizarren.

Ein Alptraum, der eine reizvolle Erfahrung sein kann, wenn man sich in ihm fallen lässt.

Die Werke sind dann den ganzen Oktober in der Weinerei zu sehen.

 

 

 

 

 

 


Zum Künstler: Der in Bamberg geborene Maler Florian Metzner lebt nach langen beruflichen Irrwegen in Nürnberg und arbeitet hauptberuflich als Mediengestalter. Seit nun fast zehn Jahren malt der 29 jährige mit Acryl. Seine surrealen Werke bedienen sich meist düsterer und grotesker Motive und polarisieren zwischen Begeisterung und Empörung. Der Künstler sagt jedoch selbst, dass man bei seinen Werken ein gewisses Augenzwinkern und die Freude am Bizarren nicht vergessen sollte.

Bisherige Ausstellungen:SONY DSC

2009 – Studio 13 – Bamberg
2009 – Haus Rothenschild – Bamberg
2010 – Rathaushallen – Forchheim
2010 – Socke – Kulmbach
2010 – Balthasar Mehrzweckraum – Bamberg
2011 – Artefakt – Nürnberg
2013 – Artefakt – Nürnberg
2014 – Freistil – Bamberg
2014 – Immerhin – Bamberg
2014 – Weinerei – Nürnberg

 

Abgelegt unter Ausstellungen | Keine Kommentare »

beyond everything – the water I went in

Am 3. September 2015 ab 20:00

Beate Grötsch1
Eine Fotoausstellung von Beate Grötsch zeigt den fränkischen Weiher von einer neuen Seite. Eine künstlerische Videosequenz 14 days after by Ulzen zur Amoktat in Ansbach rüttelt die Ausstellung wach.

Eine Fotoausstellung von Beate Grötsch zeigt Aufnahmen aus ihrer Heimat Ansbach. Sie hat sich den fränkischen Weiher über ein Jahr vorgeknöpft. Entstanden sind Fotos, die einen neuen Blickwinkel erlauben auf die teilweise angelegten Karpfenweiher, die Ruhe und Zeitlosigkeit ausstrahlen. Zurück gekommen aus London, wo Sie Drehbuch studierte und an ihren Filmprojekten gearbeitet hat, war der Fokus nach der Rückkehr komplett auf der regionalen heimatlichen Landschaft. Ein Weiher ist für die Künstlerin eine Reise in die Vergangenheit, denn als Kinder konnten sie dort teilweise noch baden: „War es uns als Kinder erlaubt, dort alleine mit dem Fahrrad hinzufahren und viele Stunden dort zu verbringen, wussten wir genau, wo es tiefe Stellen gab und wann es Zeit war zu gehen, da die Stechmücken bald am Werk sein würden. Die Farbe des Weihers fasziniert mich, da sie doch so ganz an­ders ist als das Meer – einfach tief dunkelgrün und manchmal einfach braun“.

So startete der Fotozyklus im Sommer 2014 und brachte Unterwasserfotos und Porträts der Wasseroberfläche von drei Weihern hervor. „Immer, wenn ich zurück war von Berlin, wo ich an meinem Spielfilmprojekt arbeite, habe ich an den Fotos weitergearbeitet“. Was beim ersten Sehen der Fotos monochrom wirkt, ist bei näherer Be­trachtung vielfältig abgestuft: Eine zum Abstrakten neigende Ver­einfachung beschreiben die Fotos gut. Die Fotos erfassen die Oberfläche des Weihers, das Unbewusste und nicht Sichtbare tritt hervor. Daraus entstand eine Beobachtung, die sich über alle Jahreszeiten fortsetzte und jetzt 2015 im Sommer wieder endet.

„Der Weiher: Belebter Behälter – ohne lichtarme Tiefenzone. Das ist der Weiher laut Definition. Meiner Ansicht nach gibt es sehr viele Weiher, bei denen ich nicht den Boden sehen kann. Ich habe mich auf den Weg gemacht und habe viele der nahege­legenen Weiher meiner Heimatstadt Ansbach besucht. Viele sind nicht mehr zu­gänglich, da sie verwildert sind oder die Wasserqualität es nicht mehr erlaubt, dort baden zu gehen. Doch einen habe ich gefunden, welcher bei Unterwasseraufnahmen reines türkis und smaragdgrün durchflutet, da war ich sehr überrascht“.

Durchkreuzt wurde diese ruhige Arbeit an den Weihern durch die schreckliche Amokfahrt eines Ansbachers diesen Jahres. Die Amokroute ging sehr nah ca. 2 km entfernt von einem Weiher an dem die Künstlerin arbeitete entlang, was Beate Grötsch dazu bewegte diese Vorkommnisse in die Ausstellung mit einzubauen. Zusammen mit ihrer Schwester Ulli Grötsch, Landschaftsarchitektin, welche die Fotos schoss, machten sich beide auf den Weg die Amokstrecke zu dokumentieren: Genau zur gleichen Zeit, bei gleichem Wetter, 14 Tage nach der Tat, an einem Freitag. „Die Luft hing voller Trauer, Wut und Ohnmacht in Ansbach. Wir wollten etwas zur Auflösung beitragen“. Daraus ist eine Videosequenz in schwarz/weiß entstanden, die die Ausstellung abrundet.

Pressefoto_1

Eröffnung: Günter Reichert: Deutscher Kulturförderpreisträger

Die Vernissage findet am Donnerstag, den 03.09.2015 um 20 Uhr mit Musik von André Lammel statt.

Abgelegt unter Ausstellungen | 1 Kommentar »