Weinerei Nürnberg


Deutschlands erstes Kulturwohnzimmer der Gesellschaft zur Förderung von Kunst und Kultur in Europa e.V.

aus.lese – Literatur aus der Schublade geholt

Am 24. November 2011 ab 20:00

auslese_logo.gifWortgewaltige Lesung und Musik
Bei Nürnbergs erster offener Lesebühne werden Texte hör- und erlebbar gemacht. Handverlesen und mundgestrickt stehen großartige Poetinnen und Poeten auf der Bühne, die mit vielfältigen Texten und Gedichten ein abwechslungsreiches Programm für jeden Zuschauer bereithalten. Ob Trash oder Romantik, Pöbeln, Plaudern oder Poltern, Prosa oder Lyrik, alles findet seinen Platz.
Los geht es jedenfall ab 20:00 Uhr, der Eintritt ist natürlich frei.

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Dirk Bernemann liest “Trisomie so ich dir”

Am 8. November 2011 ab 20:00

Dirk Bernemann liest aus seinem Buch “Trisomie so ich dir”

Roy hat ein Herz aus Pudding, Solveig züchtet Illusionen und Ingeborg muss am Ende ihres Lebens ihre Liebe halbieren. Die Leben dreier Menschen kollidieren, antriebsgestört, gefühlsüberfüllt und impulsbescheuert. Dabei passieren unnacherzählbare Dinge, bei denen nicht nur Gott lieber wegschaut.
Dirk Bernemann erzählt die verstörenden Biographien von drei Zufallsexistenzen, deren Lebenswege wie Regentropfen an der Fensterscheibe zusammenlaufen. Dazu benutzt er eine Sprache, die gleichzeitig dokumentiert und herzergreifend berührt.

Herr Bernemann wurde vor wenigen Jahren zwischem dem Ruhrgebiet und den Niederlanden geboren. Er wollte schon immer Bücher schreiben, denn malen war gar nicht seins. Also schrieb er, seit er es konnte, beginnend mit ungefähr 7 Jahren. Oh, ja, er hasste malen. Der Herr Bernemann ist beliebt in seiner Nachbarschaft, weil er nie mit seinen Nachbarn spricht. Worüber auch? Kunst vielleicht oder Wetter? Er war schon als Kind fasziniert von Musik und schönen, aber auch nicht so attraktiven Worten. Herr Bernemann ist in seinem Leben schon einige Male umgezogen, hat aber nie im Ausland gewohnt, obwohl er Deutschland als Institution kacke findet. Er mag Himbeeren und Ananas lieber als Kartoffeln und Rotkohl. Herr Bernemann schreibt Bücher voller Geschichten und Gedichte. Nicht alle Gedanken, die er hat, findet er selber gut, einige hasst er sogar. Die deutsche Sprache ist für den Herr Bernemann ein Fahrzeug mit dem er in alle Regionen menschlichen Empfindens einfahren kann. Seine Texte sind wie alte Bekannte mit neuen Gesichtern, wie alte Drogen mit neuen Wirkstoffen, wie bekannte Plätze mit neuen Häusern. Er findet es im Moment nicht doof bekannt zu sein (Stand Sept. 2007), findet es aber doof mit Idioten bekannt zu sein, um mit denen Bratwurst oder so zu speisen. Der Herr Bernemann hat keine ansteckenden Krankheiten. Er ist außerdem untalentiert an folgenden Instrumenten: Alphorn, Oboe und Akkordeon, dafür spielt er ein wenig Gitarre und kann mit seinem Computer Musik machen, was er auch macht und zusammen mit Benedikt Ator die Band HORQUE gegründet hat. Nein, der Herr Bernemann ist weder essgestört noch depressiv noch hat er irgendwelche abgefahrenen Neurosen. Er hat normalen Appetit und lacht über Witze wie: Wo wohnen Katzen am liebsten? Im Miezhaus. Er hat noch nie versucht, sich oder andere umzubringen. Herr Bernemann inszeniert nicht sich, sondern seine Ironie. Dekadenz ist für Arschlöcher, call him Arschloch. Er liebt Kultur, seinen Wortschatz und manchmal sogar sich selbst. Er ist nicht elegant, sieht aber immerhin noch gut aus, wenn er auf die Fresse fällt.

Und heute wird Dirk Bernemann im Rahmen einer Lesetour bei uns in der Weinerei aus seinem aktuellen Buch lesen.
Der Einlass ist um 20:00 Uhr, Beginn der Lesung um 20:30 Uhr. Bitte zeitig kommen. Unser Wohnzimmer wird schnell recht kuschelig. Der Eintritt ist wie immer frei.

Mehr Infos unter dirkbernemann.de

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Schuldig

Am 3. November 2011 ab 20:00

Zweite Ausstellung von Lotta Palermo in der Weinerei, nach “Schau Mich An!” aus dem Jahr 2008. Und wieder spielen Puppen eine zentrale Rolle.

Wie wir Schuld definieren, hängt im Grunde davon ab, wie viel Freiheit wir dem Menschen zubilligen, weil Schuld Freiheit voraussetzt. Freiheit selbst beinhaltet aber auch die Begriffe Verantwortung und Gewissen.

Zweifelsohne beeinträchtigen gesellschaftliche Normen und Zwänge den Menschen in seinem Handeln und Denken. Gleichwohl bleibt der Mensch nicht ohne Schuld, wenn er glaubt, dass die Verhältnisse stärker als er selbst seien, und annimmt, dass er sich ihnen immer und überall bedingungslos unterwerfen müsse, statt auf sie schöpferisch und initiativ zu reagieren.

In Ihrer Ausstellung „Schuldig“ möchte die Künstlerin Lotta Palermo die Initiative ergreifen, um unterschiedliche „Aspekte der Schuld“ zum Ausdruck zu bringen und den Betrachter dazu auffordern, „sich schuldig zu fühlen?“

Die Vernissage findet am Donnerstag, den 03.11. um 20 Uhr statt. Die Ausstellung wird in der Weinerei bis zum 26.11. zu sehen sein.

Siehe auch www.lottapalermo.com

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