Sonntagslesung: Das Hohelied der Anderen
Am 6. Juni 2010 ab 18:00
Am Sonntag, den 6. Juni 2010 um 18 Uhr stellt Judith Mühlbacher ihren gerade erschienenen Roman “Das Hohelied der Anderen” in der Weinerei vor.
Der Roman erzählt eine autobiographisch eingefärbte Geschichte in der es um Liebe und Glauben, Gehorsam und Freiheit zwischen Euphorie und Verzweiflung geht.
In einem kleinen Dorf in Österreich lernen sich ein Junge und ein Mädchen kennen. Das anfängliche Interesse aneinander entwickelt sich bald zu einer innigen Liebesbeziehung. Der wachsende Wunsch, viel gemeinsame Zeit zu erleben mündet schon bald in Pläne für Verlobung und Heirat.
Bis zu diesem Punkt eine ganz normale Geschichte.
Was die Situation so außergewöhnlich macht, ist die Tatsache, daß das Dorf, in dem sich die Geschichte ereignet, die Lebensgemeinschaft einer christlichen Sekte ist. Daher sind es dann letzendlich nicht die Eltern beider jungen Menschen, die die Beziehung zu behindern suchen.
Es sind die sogenannten “Ältesten” und der “Hohepriester”, dem sie Folge leisten. Immer wieder wird die Beziehung systematisch torpediert, das junge Paar wird immer und immer wieder dazu angehalten, noch zu warten oder Aufgaben zu erfüllen.
So entwickelt sich die anfängliche Jugendliebe zu einer verbotenen Liebe. In der Folge beginnen die beiden jungen Menschen, ihr Vertrauen zu Gott und seinen Gesandten in der Sekte kritisch zu hinterfragen um letztendlich entsprechende Konsequenzen zu ziehen.
Der Roman “Das Hohelied der Anderen” ist im Elf Uhr Verlag unter der ISBN 978-3-936628-15-3 erschienen. Das 272 Seiten starke Buch ist in allen Buchhandlungen, unter www.elf-uhr.de und bei Amazon erhältlich.
Kosh Sound
Am 4. Juni 2010 ab 21:00

Der Start in die warme Jahreszeit wird von Kosh mit deepen Houseklängen eingeläutet, meistens verstecken sich aber auch zackige Tech House Klänge darunter.
Möglicherweise werden im Laufe des Abends auch ein paar progressive House Tracks aus dem Winterschlaf geholt, denn Sommer ist Progressive-Zeit.
Viel Vergnügen mit Weib, Wein und Kosh.
Love is a Dog from Hell
Am 3. Juni 2010 ab 20:00
Tuschezeichnungen von Andreas Lehmeyer
DIE DUSCHE (von Charles Bukowski)
Hinterher gehn wir jedesmal unter die Dusche,
ich mag das Wasser gern richtig heiß, sie nicht so sehr,
und ihr Gesicht ist immer ganz weich und friedlich,
und sie wäscht mich immer zuerst,
seift mir die Eier ein, hebt sie an,
drückt sie, dann wäscht sie mir den Schwanz
“Hey, der ist ja immer noch steif!”,
dann das ganze Haar da unten,
den Bauch, den Rücken, die Beine.
Dann wasche ich sie.
Zuerst die Möse. Ich stehe hinter ihr,
mein Ding zwischen ihren Hinterbacken,
und schäume ihr mit Gefühl die Mösenhaare ein,
wasche sie langsam und bedächtig,
lasse mir dazu vielleicht mehr Zeit als unbedingt nötig …
dann die Kniekehlen, die Schenkel, den Arsch, den Rücken,
ich dreh sie herum, gebe ihr einen Kuß,
seife ihr die Brüste ein, den Bauch, den Hals …
die Knie, die Waden, die Füße …
dann noch mal die Möse, als Glücksbringer,
noch mal ein Kuß, dann geht sie raus und frottiert sich ab,
manchmal singt sie auch dabei …
ich bleibe unter der Dusche, stelle mir das Wasser heißer,
genieße das wohlige Gefühl, das Wunder der Liebe.
Dann geh auch ich raus,
gewöhnlich ist es Spätnachmittag und ruhig
und beim Anziehen überlegen wir gemeinsam,
was noch alles zu erledigen ist,
aber dadurch daß wir zusammen sind,
erledigt sich schon das meiste, eigentlich alles.
Und solange es so ist, zwischen Mann und Frau,
ist es für jeden mal besser, mal schlechter,
aber immer wieder anders.
Für mich ist es eine selten schöne Erinnerung,
sie überdauert den Aufmarsch von Armeen,
das Klappern von Pferdehufen vor dem Fenster,
den Nachgeschmack von Niederlagen, Schmerzen, Depressionen …
Linda, du hast es mir gegeben;
wenn du mir´s wieder nimmst tu es langsam und mach mir´s leicht,
als würde ich sterben im Schlaf und nicht im Leben.
Amen.
Die Vernissage findet am 3. Junii 2010 um 20.00 Uhr statt. Die Ausstellung wird in der Weinerei bis zum 26. Juni zu sehen sein.




